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Bühler erzielt starkes Wachstum

2017 war für die Bühler Gruppe ein erfolgreiches Jahr. Das Unternehmen steigerte den Auftragseingang organisch um 10% auf 2,8 Milliarden Franken., den Umsatz um 9% auf 2,7 Milliarden. und den EBIT um 18% auf 205 Millionen.

Der Bestellungsbestand betrug Ende Jahr CHF 1,7 Mrd. (+9 %) «Unsere Innovationskraft bildet die Grundlage für diese positive Unternehmensentwicklung», sagt Bühler CEO Stefan Scheiber. In den Ergebnissen spiegelt sich Bühlers Positionierung als Anbieter integrierter Prozesslösungen für nachhaltige Mobilität und gesunde Ernährung. «2017 haben wir mit diesen Schwerpunkten unsere Technologie- und Marktpositionen weiter ausgebaut und zusätzlich an Wettbewerbsfähigkeit gewonnen», so Scheiber. Dasselbe gilt auch für die Akquisition der österreichischen Haas Gruppe, mit der Bühler auch im Consumer-Food-Markt eine führende Stellung einnimmt. «Wir haben spürbar an Dynamik gewonnen. Wir gehen auch aufgrund des hohen Bestellungsbestands mit Optimismus in das neue Geschäftsjahr», so Scheiber.

Beide Geschäftsbereiche von Bühler trugen zum starken Wachstum bei. Grains & Food legte bei Auftragseingang und Umsatz um 7% auf CHF 2,1 Mrd. bzw. 2,0 Mrd. zu. Advanced Materials steigerte den Auftragseingang sogar um 21% auf CHF 672 Mio. und den Umsatz um 19% auf CHF 640 Mio. Ebenfalls steigern konnten sich das Servicegeschäft und das Geschäft mit Einzelmaschinen, die mittlerweile zusammen 32% des gesamten Umsatzes ausmachen.

Marktanteilsgewinne verzeichneten insbesondere die Geschäftsfelder Müllerei, Futter, optische Sortierung, Aluminiumdruckguss sowie optische Beschichtungen. Regional entwickelte sich bezüglich Auftragseingang der Mittlere Osten/Afrika (+48%) und Asien (+18%) besonders positiv.

Die operative Leistung führte zu einer weiteren Stärkung der bereits grundsoliden Finanzposition von Bühler. Der Nettogewinn stieg deutlich um 22% auf CHF 174 Mio., was einer Nettogewinn-Marge von 6,5% entspricht (Vorjahr: 5,9%). Deutlich gesteigerte hohe Investionen von CHF 100 Mio. (+41%) – unter anderem in die Modernisierung und den Ausbau des globalen Produktionsnetzwerks – legen die Basis für die zukünftige profitable Geschäftsentwicklung von Bühler. Die Eigenkapitalquote blieb trotz der Ausgabe der Unternehmensanleihe auf einem hohen Wert von 45% (Vorjahr: 47%) und die Kapitalrendite (RONOA, Return on Net Operating Assets) stieg auf 21% (Vorjahr: 19%). «Wir nahmen diese Unternehmensanleihe am Kapitalmarkt auf, um unsere unternehmerische Flexibilität zu sichern und von den aktuell günstigen Marktbedingungen zu profitieren», sagt CFO Andreas Herzog.

Mit Haas zur Nummer 1 im Consumer Food Markt
Die 2017 angekündigte Akquisition der österreichischen Haas-Gruppe war ein Höhepunkt im Geschäftsjahr. Das Closing der Transaktion erfolgte Anfang 2018. Haas ist der weltweit führende Hersteller von Anlagen für die Waffel-, Keks- und Biskuitfertigung mit über 1750 Mitarbeitenden und rund EUR 300 Mio. Umsatz. Die Maschinen und Lösungen beider Unternehmen ergänzen sich hervorragend. Dieser Schritt eröffnet für Bühler und Haas grossartige Perspektiven. Die Unternehmen nehmen gemeinsam im Consumer-Food-Markt eine führende Stellung ein und können den Kunden integrierte, nachhaltige Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette aus einer Hand anbieten.

Einzigartiges Innovationsmodell treibt Wachstum
Ausgangspunkt der nachhaltigen Prozesslösungen sind führende Technologien, die Bühler mit einem einzigartigen, kollaborativen Innovationsmodell entwickelt. 2017 steigerte Bühler erneut die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung um 10% auf CHF 119 Mio. (rund 4,5% des Umsatzes) und lancierte über 50 innovative Technologien und Produkte. Einen besonderen Schwerpunkt bildete die Entwicklung neuer digitaler Services und Geschäftsmodelle, von denen die ersten bereits lanciert wurden.

Die Bedeutung innovativer Lösungen zeigt die Markteinführung eines neuen Verfahrens für die Herstellung von Batterie-Paste – einer Schlüsselkomponente für Lithium-Ionen-Batterien. Der kontinuierliche Mischprozess von Bühler ist in der Industrie einzigartig: Rohmaterialdosierung, Vormischen, Kneten, Feindispergieren und Entgasen erfolgen in einem einzigen Aggregat. Diese neuartige Technologie verbessert Qualität und Leistungsfähigkeit und ermöglicht eine neue Batteriengeneration mit deutlich höherer Energiedichte. Nach Jahren der gemeinsamen Entwicklung wurden 2017 bei dem chinesischen Batteriehersteller Lishen die ersten zehn Produktionslinien im Industriemassstab in Betrieb genommen und weitere Bestellungen liegen vor.

Ausbau und Modernisierung des globalen Produktionsnetzwerks
Bühler hat auch sein globales Produktions-Netzwerk weiter ausgebaut. Im Vordergrund standen die Eröffnung des neuen Werkes in Changzhou, China, sowie die Modernisierung der Schweizer Standorte.

Das neue Werk in Changzhou nahm im September 2017 den Betrieb auf und dient als globales Zentrum für die Fertigung, Forschung und Entwicklung von Futtermaschinen und -anlagen. Im Fokus stehen Prozesslösungen und komplette Anlagen für die Verarbeitung von Futtermitteln für Nutztiere, Fische und Haustiere. Gemessen an der Fertigungskapazität zählt Changzhou zu den drei grössten Produktionsstätten von Bühler.

Die im vergangenen Jahr angekündigten Arbeiten zur Modernisierung der Schweizer Standorte laufen nach Plan. Ziel des auf rund fünf Jahre angelegten Projekts ist, Uzwil zu einem weltweit führenden Produktionsstandort zu entwickeln, in dem Industrie 4.0-Technologien zum Einsatz kommen. Auf diese Weise soll die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Standorte dauerhaft erhalten bleiben. Die erste Phase zur Erneuerung der Produktion und Logistik von Grossserienteilen ist weitgehend abgeschlossen.

Start für den Innovations-Campus CUBIC
Für den neuen Innovation-Campus in Uzwil (CUBIC) feierte Bühler im September 2017 den Spatenstich. Der Innovations-Campus besteht aus zwei Elementen: den modernisierten Technologielabors und dem neuen Innovationsgebäude. Der Campus soll im ersten Quartal 2019 eröffnen werden. Diese bedeutende Investition ist ein Bekenntnis des Unternehmens für Innovation, Technologie und den Werkplatz Schweiz. Der Campus wird die Innovationskraft und Marktführerschaft von Bühler nachhaltig stärken und soll dazu beitragen, mit Partnern aus der Industrie, Wissenschaft, NGOs und Start-ups Innovationen für eine bessere Welt zu entwickeln.

Ausblick
Bühler blickt optimistisch in die Zukunft. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen die Fortsetzung des eingeschlagenen, profitablen Wachstumskurses. «Grundsätzlich befinden sich unsere Märkte in einer guten Verfassung. Mit führenden Technologien und Lösungen wollen wir auch 2018 eine überdurchschnittliche Leistung erzielen», bekundet Bühler CEO Scheiber.